Mauerkasten für Dunstabzugshauben: Typen, Einbau und Auswahl
André Eichler |
Viele Probleme mit Ablufthauben entstehen nicht an der Dunstabzugshaube selbst, sondern an der Durchführung durch die Außenwand. Ist der Mauerkasten zu klein, schlecht gedämmt oder undicht eingebaut, verliert die Haube spürbar an Leistung. Gleichzeitig können Zugluft, Wärmeverlust, Klappergeräusche oder Kondenswasser entstehen. Deshalb ist der Mauerkasten kein kleines Zubehörteil am Rand, sondern ein entscheidender Baustein für eine leise, effiziente und dauerhaft sichere Abluftlösung.
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Wichtigster Nutzen: Ein passend dimensionierter und fachgerecht eingebauter Mauerkasten unterstützt eine leistungsfähige Abluftführung und kann Zugluft sowie unnötige Wärmeverluste reduzieren.
Klare Empfehlung: Wählen Sie den Mauerkasten passend zum Abluftsystem, zur Gebäudehülle und zu den Herstellerangaben Ihrer Dunstabzugshaube. Bei gedämmten oder besonders luftdichten Gebäuden sollte die Wanddurchführung sorgfältig geplant und bei Bedarf mit einem Fachbetrieb abgestimmt werden.
Wichtigster Praxistipp: Eine möglichst kurze und gerade Abluftführung mit glatten Rohren und einem geeigneten Mauerkasten maximiert die Leistung Ihrer Dunstabzugshaube. Prüfen Sie regelmäßig die Funktion der Klappen.
Klare Empfehlung: Investieren Sie in einen hochwertigen, gedämmten Mauerkasten, insbesondere bei modernen, energieeffizienten Gebäuden. Im Zweifel ziehen Sie einen Fachbetrieb für die Installation hinzu.
Sicherheitshinweis
Arbeiten an der Gebäudehülle und insbesondere an elektrischen Anschlüssen erfordern Sorgfalt. Vor dem Bohren in Wände sollten Sie sich über den Verlauf von Strom-, Wasser- und Gasleitungen informieren, um Beschädigungen zu vermeiden. Bei Unsicherheit, insbesondere bei motorbetriebenen Mauerkästen, ziehen Sie immer eine qualifizierte Elektrofachkraft oder einen erfahrenen Handwerker hinzu. Arbeiten in der Höhe oder mit schwerem Gerät bergen Risiken und sollten nur mit geeigneter Schutzausrüstung durchgeführt werden.
1. Was ist ein Mauerkasten und warum ist er für die Abluft wichtig?
Ein Mauerkasten ist ein spezielles Bauteil, das in die Außenwand integriert wird, um die Abluft einer Dunstabzugshaube sicher und kontrolliert ins Freie zu leiten. Er stellt die Verbindung zwischen dem Abluftrohr Ihrer Dunstabzugshaube und der Außenluft her. Seine Hauptfunktion ist es, die Abluft ungehindert nach außen zu führen und gleichzeitig das Eindringen von kalter Außenluft, Zugluft, Feuchtigkeit, Insekten oder Kleintieren zu verhindern, wenn die Dunstabzugshaube nicht in Betrieb ist.
Aus der Beratung wissen wir: Viele Kunden unterschätzen die Bedeutung eines guten Mauerkastens. Eine ineffiziente Abluftführung kann nicht nur die Leistung der Dunstabzugshaube mindern, sondern auch zu Wärmeverlusten und unangenehmer Zugluft in der Küche führen.
Ein Mauerkasten ist nur dann relevant, wenn die Dunstabzugshaube im Abluftbetrieb genutzt wird.
Wenn noch nicht feststeht, ob Abluft oder Umluft für Ihre Küche die bessere Lösung ist, empfehlen wir zuerst unseren Überblick:
Abluftlösung richtig planen.
Ein Mauerkasten ist die entscheidende Schnittstelle für die Abluftführung durch die Außenwand.
2. Mauerkasten-Typen: Welche Lösungen gibt es?
Die Wahl des richtigen Mauerkastens hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die baulichen Gegebenheiten, das Klima und Ihre Anforderungen an Komfort und Energieeffizienz.
2.1 Mauerkasten mit einfacher Rückstauklappe
Diese gängige Variante verfügt über eine oder mehrere Klappen, die sich durch den Überdruck der Dunstabzugshaube öffnen. Sobald die Haube ausgeschaltet wird, schließen sich die Klappen durch ihr Eigengewicht oder eine leichte Federkraft.
Wie eine Rückstauklappe genau funktioniert, wann eine zusätzliche Klappe sinnvoll ist und was Sie bei Klappergeräuschen, Zugluft sowie 125- oder 150-mm-Abluftsystemen beachten sollten, erklären wir ausführlich im Ratgeber Rückstauklappe für Dunstabzugshauben: Funktion und Einbau.
Vorteile: Einfache Technik, meist kostengünstiger, unkomplizierte Installation.
Nachteile: Die Dichtigkeit kann je nach Qualität variieren. Bei starkem Wind kann es zu Klappergeräuschen oder leichtem Lufteintritt kommen.
2.2 Mauerkasten mit motorbetriebenem Verschluss
Bei einem motorbetriebenen Mauerkasten wird der Verschluss elektrisch geöffnet und geschlossen. Je nach System erfolgt die Ansteuerung beispielsweise zusammen mit der Dunstabzugshaube oder über eine dafür vorgesehene Steuerung. Im ausgeschalteten Zustand kann ein dicht schließender Verschluss dazu beitragen, Zugluft und unnötigen Luftaustausch über die Abluftöffnung zu reduzieren.
Vorteile: Kontrolliertes Öffnen und Schließen, je nach Konstruktion hohe Dichtigkeit und guter Schutz vor unerwünschtem Luftaustausch.
Nachteile: Höherer technischer und finanzieller Aufwand als bei einfachen mechanischen Lösungen. Stromversorgung, Steuerung und Kompatibilität müssen zum jeweiligen System passen.
Wichtig: Beachten Sie für elektrischen Anschluss und Ansteuerung immer die Vorgaben des Herstellers. Erforderliche Elektroarbeiten sollten von einer entsprechend qualifizierten Fachkraft ausgeführt werden.
2.3 Gedämmte und thermisch optimierte Mauerkästen
Für Gebäude, bei denen Wärme- und Luftdichtheit eine besondere Rolle spielen, gibt es gedämmte beziehungsweise thermisch optimierte Mauerkastensysteme. Je nach Konstruktion arbeiten diese beispielsweise mit gedämmten Verschlusselementen, mehreren Dichtebenen oder speziellen Verschlussmechanismen.
Entscheidend ist weniger die Bezeichnung des Systems als seine technische Ausführung und die fachgerechte Einbindung in die Außenwand. Prüfen Sie deshalb die Herstellerangaben zu Dämmung, Luftdichtheit, Einbau und vorgesehenem Einsatzbereich.
2.4 Außenwandjalousie
Im Gegensatz zum Mauerkasten, der oft einen tieferen Einbau in die Wand erfordert und eine integrierte Rohrführung besitzt, ist eine Außenwandjalousie eine oberflächlichere Abdeckung für die Abluftöffnung. Sie besteht aus Lamellen, die sich bei Luftstrom öffnen.
Unterschied zum Mauerkasten: Eine Jalousie bietet in der Regel weniger Schutz vor Zugluft und Wärmeverlusten, da sie keine integrierte Rückstauklappe oder Dämmung besitzt. Sie ist oft einfacher und günstiger, aber für energieeffiziente Häuser weniger geeignet. Ein Mauerkasten ist eine robustere und dichtere Lösung für die dauerhafte Abluftführung.
Praxistipp
Praxistipp von André Eichler: Bei der Planung einer Abluftanlage ist der Rohrdurchmesser entscheidend. Halten Sie sich unbedingt an den vom Dunstabzugshauben-Hersteller empfohlenen Durchmesser (oft 150 mm, manchmal 125 mm). Eine Reduzierung des Durchmessers oder eine zu lange, verwinkelte Rohrführung mit vielen Bögen verringert die Saugleistung erheblich und erhöht die Geräuschentwicklung. Wählen Sie glatte Rohre oder Flachkanäle statt flexibler Schläuche, um den Luftwiderstand zu minimieren.
Von der einfachen Rückstauklappe bis zum motorbetriebenen System – es gibt verschiedene Mauerkasten-Typen.
3. Mauerkasten richtig einbauen: Planung, Werkzeuge und Schritte
Der Einbau eines Mauerkastens erfordert Sorgfalt und die richtigen Werkzeuge. Eine gute Planung ist hier die halbe Miete.
3.1 Vorbereitung und benötigte Materialien
Bevor Sie beginnen, stellen Sie sicher, dass Sie alle notwendigen Materialien und Werkzeuge zur Hand haben:
Mauerkasten: Passend zum Durchmesser Ihres Abluftrohrs (z.B. 125 mm oder 150 mm).
Abluftrohr/Flachkanal: In der benötigten Länge, möglichst glattwandig.
Werkzeug für die Wanddurchführung: Die benötigte Bohr- oder Schneidtechnik richtet sich nach Wandaufbau, Wandstärke und Größe der erforderlichen Öffnung. Bei größeren Kernbohrungen oder anspruchsvollen Wandaufbauten kann die Ausführung durch einen Fachbetrieb sinnvoll sein.
Dichtungsmasse: Wetterfester Silikon oder spezieller Dichtkleber für den Außenbereich.
Optional: Mauerkasten-Set, das alle Komponenten bündelt.
Die richtige Vorbereitung mit passenden Werkzeugen und Materialien ist entscheidend für einen erfolgreichen Einbau.
3.2 Positionierung und Wandtyp
Wählen Sie eine Position, die möglichst nah an der Dunstabzugshaube liegt, um die Abluftwege kurz zu halten. Beachten Sie dabei auch die Außenansicht und mögliche Abstände zu Fenstern oder Nachbargrundstücken (lokale Bauvorschriften prüfen).
Wandaufbau und Wanddurchführung:
Ziegel- und Mauerwerkswände: Welche Bohr- oder Schneidtechnik geeignet ist, hängt vom Wandaufbau, der Wandstärke und dem benötigten Durchmesser der Durchführung ab.
Betonwände: Bei Beton wird für größere Wanddurchführungen häufig eine geeignete Kernbohrtechnik eingesetzt. Vor Beginn müssen insbesondere Leitungen, Bewehrung und weitere bauliche Gegebenheiten berücksichtigt werden.
Holzständerbauweise: Hier müssen Aufbau, Dämmung, Luftdichtheitsebene und tragende Bauteile berücksichtigt werden. Die Durchführung darf die bauphysikalische Funktion der Wand nicht beeinträchtigen.
Gedämmte Fassaden und WDVS: Die Durchführung muss fachgerecht in Dämmung, Fassade und Abdichtung eingebunden werden. Dabei sollte der Bereich um die Wanddurchführung so ausgeführt werden, dass Wärmebrückeneffekte und Feuchteeintrag möglichst reduziert werden.
Praxistipp
Praxistipp von André Eichler: Betrachten Sie den Mauerkasten nicht isoliert. Entscheidend ist die komplette Wanddurchführung aus Abluftkanal, Mauerkasten, Dämmung und Abdichtung. Besonders bei gedämmten oder luftdichten Außenwänden sollte die Ausführung zum vorhandenen Wandaufbau passen. Bei Unsicherheit empfiehlt sich die Abstimmung mit einem Fachbetrieb.
3.3 Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Einbau
Markieren: Übertragen Sie den Durchmesser des Mauerkastens auf die Außenwand. Verwenden Sie eine Wasserwaage, um eine exakte horizontale Ausrichtung sicherzustellen.
Wandöffnung herstellen: Stellen Sie die Wandöffnung mit einer für Wandaufbau und erforderlichen Querschnitt geeigneten Technik her. Position, Durchmesser beziehungsweise Abmessungen und eine gegebenenfalls erforderliche Neigung der Durchführung richten sich nach dem verwendeten Abluftsystem und den Montagevorgaben des Herstellers.
Vorbereiten der Rohrführung: Führen Sie das Abluftrohr von innen durch die Wandöffnung und verbinden Sie es mit dem Mauerkasten. Schneiden Sie das Rohr bei Bedarf auf die exakte Länge zu.
Mauerkasten einsetzen und befestigen: Setzen Sie den Mauerkasten von außen in die Öffnung ein. Er sollte bündig mit der Fassade abschließen oder leicht überstehen, je nach Modell. Befestigen Sie ihn sicher mit Schrauben und Dübeln.
Abdichten: Binden Sie den Mauerkasten entsprechend Wandaufbau und Herstellervorgaben fachgerecht in die Außenwand ein. Die Abdichtung muss sowohl zur Fassade als auch zum verwendeten Mauerkastensystem passen und soll das Eindringen von Feuchtigkeit sowie unerwünschten Luftaustausch reduzieren.
Funktionstest: Schalten Sie die Dunstabzugshaube ein, um die Funktion des Mauerkastens zu prüfen. Die Klappen sollten sich reibungslos öffnen und schließen.
Der Einbau eines Mauerkastens erfordert Präzision und die Einhaltung der einzelnen Schritte.
4. Auswahl des passenden Mauerkastens: Worauf Sie achten sollten
Die richtige Wahl des Mauerkastens ist entscheidend für die langfristige Funktionalität und Energieeffizienz Ihrer Abluftanlage.
4.1 Querschnitt und Kompatibilität
Der Mauerkasten muss zum vorgesehenen Abluftsystem der Dunstabzugshaube passen. Maßgeblich sind dabei die Herstellerangaben zum Anschlussquerschnitt sowie die verwendete Rohr- oder Flachkanalführung. Häufig kommen runde Systeme mit 125 oder 150 Millimetern zum Einsatz, je nach Gerät sind jedoch auch andere Kanalquerschnitte möglich.
Verengungen oder ungünstige Übergänge im Abluftweg erhöhen den Strömungswiderstand und können dadurch Luftleistung und Geräuschentwicklung beeinflussen. Deshalb sollte der vorgesehene Querschnitt möglichst über die gesamte Abluftstrecke beibehalten werden.
Edelstahl: Langlebig, witterungsbeständig, korrosionsfest und optisch ansprechend. Eine gute Wahl für den Außenbereich.
Aluminium: Leicht, robust und ebenfalls witterungsbeständig.
Kunststoff (ABS): Günstiger, aber eventuell weniger langlebig und UV-beständig als Metall.
Edelstahl-Mauerkästen bieten hohe Langlebigkeit und Witterungsbeständigkeit.
4.3 Dichtigkeit und Dämmung
Besonders bei gut gedämmten oder luftdichten Gebäuden sollte die Wanddurchführung so geplant werden, dass unnötige Wärmeverluste und Zugluft möglichst gering bleiben. Je nach Gebäude und Mauerkastensystem können gedämmte Bauteile, geeignete Dichtungen oder spezielle Verschlusssysteme sinnvoll sein.
Welche Lösung geeignet ist, hängt von der Gebäudehülle, dem verwendeten Abluftsystem und den technischen Vorgaben des jeweiligen Mauerkastens ab.
4.4 Schalldämmung
Einige Mauerkästen verfügen über schalldämmende Elemente, die die Geräuschentwicklung durch den Abluftstrom reduzieren. Dies ist relevant, wenn die Abluftöffnung nahe an Schlaf- oder Wohnräumen liegt.
4.5 Zubehör
Insektenschutzgitter: Verhindert das Eindringen von Insekten.
Wetterschutzhauben: Bieten zusätzlichen Schutz vor Regen und Wind.
Spezielle Dichtungsmaterialien: Für eine optimale Abdichtung bei schwierigen Wandstrukturen.
5. Energieeffizienz und Dichtigkeit bei modernen Gebäuden
Bei gut gedämmten Neubauten oder energetisch sanierten Gebäuden spielt die Luftdichtheit der Gebäudehülle eine besonders wichtige Rolle. Eine Abluftöffnung durch die Außenwand sollte deshalb als Bestandteil des gesamten Lüftungs- und Gebäudekonzepts betrachtet werden.
Wichtig bei Feuerstätten: Wird eine Dunstabzugshaube im Abluftbetrieb zusammen mit einer raumluftabhängigen Feuerstätte betrieben, muss die sichere Luftversorgung besonders berücksichtigt werden. Je nach Einbausituation kann dafür beispielsweise ein Fensterkontaktschalter für die Dunstabzugshaube Teil des Sicherheitskonzepts sein.
Wärmedämmung: Ein gedämmter Mauerkasten oder ein entsprechend ausgeführtes Einbausystem kann dazu beitragen, Wärmeverluste und Wärmebrückeneffekte im Bereich der Wanddurchführung zu reduzieren. Entscheidend ist dabei nicht nur der Mauerkasten selbst, sondern auch die fachgerechte Einbindung in die Dämm- und Abdichtungsebene des Gebäudes.
Luftdichtheit: Bei Gebäuden mit hohen Anforderungen an die Luftdichtheit sollte geprüft werden, ob der gewählte Mauerkasten und seine Einbausituation zum jeweiligen Gebäudekonzept passen. Je nach Planung können hierfür besonders dicht schließende, gedämmte oder motorisch gesteuerte Systeme infrage kommen.
Blower-Door-Test: Wird die Luftdichtheit des Gebäudes geprüft, muss auch die Wanddurchführung fachgerecht ausgeführt sein. Welche Anforderungen gelten, hängt vom Gebäude, dem energetischen Konzept und der konkreten Ausführung ab.
Baurecht und Planung: Je nach Gebäude können zusätzlich Anforderungen an Brandschutz, Fassade, Lüftungskonzept oder örtliche Bauvorgaben bestehen. Bei Neubauten und umfangreichen Sanierungen sollte die Abluftführung deshalb frühzeitig mit Fachplanung oder ausführendem Betrieb abgestimmt werden.
Bei gut gedämmten Gebäuden sollte auch die Wanddurchführung der Abluft sorgfältig in das Dämm- und Luftdichtheitskonzept eingebunden werden.
6. Wartung und häufige Probleme
Ein Mauerkasten ist in der Regel wartungsarm, doch eine regelmäßige Kontrolle sichert die Funktion.
6.1 Wartungstipps
Jährliche Sichtprüfung: Überprüfen Sie die Außenklappen auf Beschädigungen, Verunreinigungen oder das Einnisten von Insekten/Vögeln.
Funktionstest: Schalten Sie die Dunstabzugshaube ein und beobachten Sie, ob sich die Klappen frei öffnen und schließen.
Reinigung: Bei Bedarf können Sie die äußeren Lamellen vorsichtig reinigen, um eine ungehinderte Luftströmung zu gewährleisten.
Dichtungen prüfen: Kontrollieren Sie die Dichtungen auf Risse oder Versprödung und erneuern Sie sie bei Bedarf.
Regelmäßige Kontrolle und Reinigung sichern die Funktion des Mauerkastens.
6.2 Häufige Probleme und Lösungen
Problem
Mögliche Ursache
Bessere Lösung
Zugluft oder Kälte in der Küche
Verschluss schließt nicht vollständig, Dichtungen sind beschädigt oder die Wanddurchführung ist nicht ausreichend luftdicht ausgeführt
Klappen und Dichtungen prüfen, Einbausituation kontrollieren und bei Bedarf ein besser schließendes oder zum Gebäude passendes Mauerkastensystem einsetzen
Klappergeräusche bei Wind
Leichte oder ungünstig gelagerte Klappen, Winddruck an der Außenfassade oder verschlissene Bauteile
Funktion und Zustand der Klappen prüfen; je nach System können stabilere, gedämpfte oder anders ausgeführte Verschlusslösungen sinnvoll sein
Geringe Luftleistung der Haube
Zu kleiner oder ungünstiger Querschnitt, lange oder verwinkelte Abluftführung, hohe Strömungswiderstände oder Klappen öffnen nicht vollständig
Abluftsystem mit den Herstellerangaben abgleichen, Querschnitt möglichst beibehalten, unnötige Bögen und Verengungen vermeiden und die freie Funktion des Mauerkastens prüfen
Kondenswasser
Temperaturunterschiede, ungünstige oder unzureichend gedämmte Leitungsführung, fehlende fachgerechte Einbindung der Wanddurchführung oder ungeeignete Einbausituation
Ursache der Kondensatbildung prüfen und Dämmung, Luftführung sowie Mauerkasten entsprechend den Hersteller- und Planungsvorgaben ausführen lassen
Insekten oder Kleintiere im Abluftweg
Fehlender, beschädigter oder ungeeigneter Schutz an der Außenöffnung
Vorhandenen Schutz prüfen und nur ein zum Mauerkasten und zur Luftführung passendes Schutzsystem verwenden, das den Luftstrom nicht unnötig behindert
7. Ihr Weg zum passenden Mauerkasten
Beratung
So finden Sie den passenden Mauerkasten für Ihre Dunstabzugshaube
Der passende Mauerkasten sollte immer als Teil des gesamten Abluftsystems betrachtet werden. Entscheidend sind nicht nur Material oder Verschlussart, sondern vor allem die Kompatibilität mit Dunstabzugshaube, Abluftkanal und Gebäudehülle.
Passender Querschnitt: Richten Sie Rohr- oder Kanalquerschnitt nach den Herstellerangaben Ihrer Dunstabzugshaube aus und vermeiden Sie unnötige Verengungen.
Gebäude und Wandaufbau: Bei gedämmten oder luftdichten Außenwänden muss die Durchführung fachgerecht in Dämmung und Abdichtung eingebunden werden.
Verschlusssystem: Ob mechanischer, gedämmter oder motorisch gesteuerter Mauerkasten sinnvoll ist, hängt von Komfortanspruch, Gebäudehülle, Einbausituation und technischen Anforderungen ab.
Witterungsbeständigkeit: Außenbauteile sollten für die jeweilige Einbausituation geeignet und dauerhaft gegen Witterungseinflüsse ausgelegt sein.
Wartung und Zugänglichkeit: Klappen, Dichtungen und Außenabdeckung sollten sich kontrollieren und bei Bedarf reinigen lassen.
Wenn Sie bei Querschnitt, Abluftführung oder Mauerkastentyp unsicher sind, beraten wir Sie gerne anhand Ihrer Dunstabzugshaube und der geplanten Einbausituation.
Der passende Mauerkasten sollte auf Dunstabzugshaube, Abluftsystem und Einbausituation abgestimmt sein.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen einem Mauerkasten und einer Außenwandjalousie?
Ein Mauerkasten ist Teil der Wanddurchführung eines Abluftsystems und kann je nach Ausführung Verschluss-, Dichtungs- oder Dämmelemente enthalten. Eine Außenwandjalousie ist meist eine einfachere Abdeckung der Abluftöffnung mit beweglichen oder festen Lamellen. Welche Lösung geeignet ist, hängt von Abluftsystem, Gebäude und gewünschter Dichtigkeit ab.
Welchen Durchmesser oder Querschnitt benötigt mein Mauerkasten?
Maßgeblich sind die Herstellerangaben Ihrer Dunstabzugshaube und das verwendete Abluftsystem. Häufig werden runde Anschlüsse mit 125 oder 150 Millimetern verwendet, möglich sind jedoch auch andere Rohr- oder Flachkanalquerschnitte. Unnötige Verengungen sollten vermieden werden, da sie den Strömungswiderstand erhöhen können.
Ist ein gedämmter Mauerkasten notwendig?
Das hängt von Gebäudehülle, Wandaufbau und energetischem Konzept ab. Bei gut gedämmten oder besonders luftdichten Gebäuden kann ein gedämmtes beziehungsweise thermisch optimiertes Mauerkastensystem sinnvoll sein. Entscheidend ist jedoch immer die fachgerechte Einbindung der gesamten Wanddurchführung in Dämmung und Abdichtung.
Kann ich einen Mauerkasten selbst einbauen?
Ob ein Selbsteinbau sinnvoll ist, hängt von Wandaufbau, erforderlicher Wandöffnung und Mauerkastensystem ab. Besonders bei Kernbohrungen, gedämmten Fassaden, luftdichten Gebäudehüllen oder elektrischen Verschlusssystemen sollte die Ausführung mit einem geeigneten Fachbetrieb abgestimmt werden. Elektrische Arbeiten gehören in die Hände einer entsprechend qualifizierten Fachkraft.
Wie oft sollte ein Mauerkasten kontrolliert werden?
Ein pauschales Wartungsintervall gibt es nicht für jedes System. Kontrollieren Sie den Mauerkasten regelmäßig auf Verschmutzungen, beschädigte Dichtungen und frei bewegliche Klappen und beachten Sie die Wartungsangaben des Herstellers. Bei auffälligen Geräuschen, Zugluft oder nachlassender Luftleistung sollte die Funktion zusätzlich geprüft werden.
Was kostet ein Mauerkasten für eine Dunstabzugshaube?
Die Kosten unterscheiden sich je nach Material, Querschnitt, Verschlusssystem, Dämmung, Hersteller und Einbausituation deutlich. Neben dem Mauerkasten selbst können auch Kosten für Wanddurchführung, Montage, Abdichtung oder elektrische Arbeiten entstehen. Vergleichen Sie deshalb nicht nur den Bauteilpreis, sondern die komplette geplante Abluftlösung.
Kann ein Mauerkasten die Leistung der Dunstabzugshaube beeinflussen?
Ja. Ein zu kleiner Querschnitt, ungünstige Übergänge oder ein Verschluss, der nicht ausreichend öffnet, erhöhen den Widerstand im Abluftweg. Dadurch können Luftleistung und Geräuschentwicklung beeinflusst werden. Der Mauerkasten sollte deshalb zum vorgesehenen Abluftsystem der Dunstabzugshaube passen.
Warum kommt trotz Mauerkasten kalte Luft in die Küche?
Mögliche Ursachen sind nicht vollständig schließende Klappen, verschlissene Dichtungen oder eine nicht ausreichend luftdicht ausgeführte Wanddurchführung. Auch Winddruck an der Fassade kann eine Rolle spielen. In diesem Fall sollte nicht nur der Mauerkasten, sondern die gesamte Einbausituation geprüft werden.